von Redaktion

Kredit

Beim Bezahlen im Ausland wirst du am Kartenterminal oft gefragt, ob du in Euro oder in der Landeswährung zahlen möchtest.

Wähle fast immer die Landeswährung. Wenn du im Ausland in Euro zahlst, übernimmt häufig der Händler oder Zahlungsdienstleister die Umrechnung – und der verwendete Wechselkurs kann deutlich schlechter sein.

Was steckt hinter der Euro-Auswahl?

Diese Umrechnung nennt sich Dynamic Currency Conversion, kurz DCC.

Das Terminal zeigt dir den Betrag direkt in Euro an. Das wirkt zunächst praktisch, weil du sofort siehst, was der Einkauf ungefähr kostet.

Der Haken: Den Wechselkurs legt dabei meist nicht deine Bank beziehungsweise dein Kartenanbieter fest, sondern der Anbieter der Währungsumrechnung.

Darin kann ein Aufschlag stecken.

Landeswährung ist meist günstiger

Zahlst du beispielsweise in Polen, solltest du Złoty auswählen, in den USA US-Dollar und in Großbritannien Pfund.

Dann erfolgt die Umrechnung in Euro normalerweise über deinen Kartenanbieter beziehungsweise deine Bank.

Auch dabei können Fremdwährungsgebühren anfallen. Die BaFin weist darauf hin, dass Kartenanbieter für Zahlungen in Fremdwährung zusätzliche Entgelte verlangen können.

Trotzdem ist das in der Regel transparenter als die spontane Euro-Umrechnung am Terminal.

Beispiel: Kleine Differenz, große Wirkung

Angenommen, ein Restaurantbesuch entspricht zum aktuellen Wechselkurs 100 Euro. Der Kartenanbieter rechnet dir die Zahlung ungefähr zu diesem Kurs um. Bei der Euro-Auswahl am Terminal wird dagegen beispielsweise ein ungünstigerer Kurs verwendet und du zahlst: 105 Euro

Die Differenz beträgt nur 5 Euro.

Bei Hotel, Mietwagen, Restaurant und mehreren Einkäufen im Urlaub können daraus aber schnell 30, 50 oder mehr Euro zusätzliche Kosten werden.

Das gilt auch am Geldautomaten

Auch beim Geldabheben im Ausland erscheint häufig die Frage: „Mit Umrechnung in Euro?“

Auch hier solltest du in der Regel ablehnen und die Abrechnung in Landeswährung wählen.

Zusätzlich können allerdings Gebühren des Geldautomatenbetreibers oder deiner eigenen Bank entstehen. Diese werden durch die Wahl der Landeswährung nicht automatisch vermieden.

Achtung: Fremdwährungsgebühr deiner Kreditkarte prüfen

Nicht jede Kreditkarte ist für Auslandsreisen gleich gut geeignet. Manche Banken verlangen beispielsweise 1,5 oder 2 Prozent zusätzlich für Zahlungen in Fremdwährung. Andere Kreditkarten verzichten auf ein solches Entgelt.

Die BaFin weist darauf hin, dass die Kosten von Karte und Kontomodell abhängen. Wenn du häufiger außerhalb der Eurozone unterwegs bist, lohnt sich deshalb ein Blick in das Preisverzeichnis deiner Karte.

Hirschzauber-Tipp: Immer „Landeswährung“ auswählen

Merke dir für den nächsten Urlaub einfach:

Terminal fragt Euro oder Landeswährung? → Landeswährung wählen.

Dasselbe gilt am Geldautomaten.

Damit verhinderst du zwar nicht jede mögliche Auslandsgebühr, aber du vermeidest eine der häufigsten und unnötigsten Kostenfallen beim Bezahlen im Ausland.

Alles rund um Kreditkarten und deren Funktionen sowie Kosten findest du in diesem Beitrag.

Fazit: Euro klingt bequem, kann aber teurer sein

Wenn du außerhalb der Eurozone mit Karte bezahlst, solltest du dich normalerweise gegen die Umrechnung in Euro und für die jeweilige Landeswährung entscheiden.

Die Euro-Anzeige wirkt komfortabel, kann aber einen ungünstigen Wechselkurs enthalten.

Die einfache Sparregel lautet deshalb: Im Ausland immer in Landeswährung bezahlen – nicht in Euro.

Hinweis: Dieser Text wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und von der Redaktion geprüft.

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