Noch keine eigene Solaranlage? Die Kosten für eine moderne PV-Anlage kannst du mit unserem Rechner kalkulieren und dir unverbindlich Angebote verschiedener Anbieter senden lassen.
von Redaktion
Strom
Viele Hausbesitzer fragen sich, ob sich eine Photovoltaikanlage auch im Winter lohnt. Die kurze Antwort: Ja – aber mit deutlich geringerer Leistung als im Sommer.
Warum produziert eine PV-Anlage im Winter weniger Strom?
Im Winter treffen mehrere Faktoren zusammen:
- kürzere Tage
- tiefer Sonnenstand
- mehr Wolken und schlechtes Wetter
- Schnee oder Verschattung
Dadurch sinkt die Stromproduktion deutlich.
Wie stark sinkt die Leistung?
Eine PV-Anlage erzeugt im Winter oft nur: etwa 10–30 % der Sommerleistung
Die genaue Menge hängt ab von:
- Standort
- Wetter
- Dachausrichtung
- Modulqualität
- Neigungswinkel
Beispielrechnung
Eine typische PV-Anlage mit:
10 kWp Leistung
erzeugt jährlich etwa:
9.000–10.000 kWh Strom
Davon entfallen auf:
- Sommermonate: hoher Ertrag, teilweise über 1.000 kWh pro Monat
- Wintermonate: oft nur 150–400 kWh pro Monat
Dezember und Januar sind meist die schwächsten Monate.
Produziert die Anlage auch bei Wolken Strom?
Ja.
Moderne Solarmodule erzeugen auch bei:
- diffusem Licht
- bewölktem Himmel
- Nebel oder Regen
weiterhin Strom.
Die Leistung ist zwar geringer, aber selten komplett null.
Was passiert bei Schnee?
Eine dünne Schneeschicht ist meist unproblematisch.
Starke Schneebedeckung kann die Produktion aber vorübergehend blockieren.
Vorteil: Kalte Temperaturen verbessern oft die Effizienz der Module.
Reicht Solarstrom im Winter für den Eigenverbrauch?
Im Winter steigt der Stromverbrauch häufig:
- Beleuchtung
- Heizung/Wärmepumpe
- mehr Zeit zuhause
Gleichzeitig sinkt die PV-Produktion.
Deshalb reicht Solarstrom im Winter oft nicht vollständig aus.
Wie kann man den Winterertrag verbessern?
Sinnvolle Maßnahmen:
- Südausrichtung bevorzugen
- optimale Dachneigung nutzen
- hochwertige Module wählen
- Verschattung vermeiden
- Stromspeicher einsetzen
Besonders moderne Module arbeiten heute deutlich effizienter bei schwachem Licht.
Photovoltaik funktioniert auch im Winter – allerdings mit geringerer Leistung. Trotz kürzerer Tage produziert eine Anlage weiterhin Strom und hilft, Energiekosten zu senken.
Wichtig zu wissen:
- Der Großteil des Jahresertrags entsteht im Frühjahr und Sommer
- Moderne Anlagen liefern auch bei schlechtem Wetter Strom
- Mit Speicher und guter Planung bleibt Solarenergie ganzjährig sinnvoll
Kurz gesagt: Weniger Ertrag im Winter – aber weiterhin ein wichtiger Beitrag zur Stromversorgung.
Finde Anbieter für deine Strom-Grundversorgung. Vergleiche Kosten und Vergütung für Einspeisung und beantrage online deinen neuen Tarif.