von Redaktion

Versicherungen

Eine Vollkaskoversicherung ist vor allem bei neueren und wertvollen Autos sinnvoll. Mit zunehmendem Fahrzeugalter stellt sich aber irgendwann die Frage: Lohnt sich der höhere Beitrag noch – oder reicht inzwischen eine Teilkasko?

Eine pauschale Altersgrenze gibt es nicht. Entscheidend sind vor allem Fahrzeugwert, Mehrpreis der Vollkasko und deine finanzielle Situation.

Was deckt die Vollkasko zusätzlich ab?

Die Teilkasko übernimmt typischerweise Schäden durch zum Beispiel:

  • Diebstahl
  • Sturm, Hagel und Überschwemmung
  • Glasbruch
  • Wildunfälle
  • Brand

Die Vollkasko enthält diese Leistungen ebenfalls, schützt aber zusätzlich unter anderem bei:

  • selbst verschuldeten Unfallschäden am eigenen Auto
  • Vandalismus

Genau dieser zusätzliche Schutz kostet entsprechend mehr.

Bei neuen Autos ist Vollkasko meist sinnvoll

Bei einem neuen oder noch sehr wertvollen Fahrzeug kann bereits ein selbst verschuldeter Unfall einen Schaden von mehreren Tausend Euro verursachen.

Müsstest du einen Totalschaden oder eine größere Reparatur nicht problemlos selbst bezahlen können, spricht vieles für die Vollkasko.

Besonders häufig ist sie sinnvoll bei:

  • Neuwagen und jungen Gebrauchtwagen,
  • hochwertigen Fahrzeugen,
  • finanzierten oder geleasten Autos.

Bei Leasingfahrzeugen wird eine Vollkasko häufig ohnehin vertraglich verlangt.

Nicht nur auf das Alter schauen

Oft hört man die Faustregel, dass sich eine Vollkasko nur für Fahrzeuge bis etwa fünf Jahre lohnt.

Das ist höchstens eine grobe Orientierung.

Ein fünf Jahre altes Auto kann noch 30.000 Euro wert sein. Ein anderes Fahrzeug hat nach fünf Jahren vielleicht nur noch einen Wert von 8.000 Euro.

Wichtiger als das Alter ist deshalb die Frage: Wie teuer wäre es für dich, wenn dein Auto morgen durch einen selbst verschuldeten Unfall einen Totalschaden hätte?

Je größer dieses finanzielle Risiko für dich ist, desto sinnvoller bleibt die Vollkasko.

Beispiel: Wann könnte sich der Wechsel lohnen?

Angenommen, dein Auto ist noch 8.000 Euro wert.

Deine Versicherung kostet:

Teilkasko: 450 Euro pro Jahr
Vollkasko: 700 Euro pro Jahr

Der zusätzliche Vollkaskoschutz kostet dich also:

250 Euro pro Jahr

Über fünf Jahre wären das bereits 1.250 Euro Mehrbeitrag – vorausgesetzt, Beiträge und Fahrzeugwert bleiben vereinfacht betrachtet gleich.

Sinkt der Wert deines Autos gleichzeitig weiter, wird der zusätzliche Versicherungsschutz zunehmend weniger wertvoll. Dann kann ein Wechsel zur Teilkasko sinnvoll werden.

Schadenfreiheitsklasse berücksichtigen

Ein wichtiger Punkt wird beim Vergleich häufig vergessen: Die Kosten der Vollkasko hängen stark von deiner Schadenfreiheitsklasse ab.

Wer viele unfallfreie Jahre angesammelt hat, bekommt teilweise einen hohen Rabatt auf die Vollkasko. Dadurch kann der Preisunterschied zur Teilkasko überraschend klein sein.

Deshalb solltest du niemals automatisch wechseln, nur weil dein Auto ein bestimmtes Alter erreicht hat.

Vergleiche stattdessen konkret: Was kostet mich die Vollkasko – und was würde ich mit Teilkasko tatsächlich sparen?

Manchmal sind es nur wenige Euro im Monat. Dann kann es sinnvoll sein, den zusätzlichen Schutz länger zu behalten.

Wann spricht vieles für Teilkasko?

Ein Wechsel wird interessanter, wenn:

  • der aktuelle Fahrzeugwert deutlich gesunken ist,
  • die Vollkasko erheblich teurer als die Teilkasko ist,
  • du einen größeren Schaden notfalls selbst bezahlen könntest,
  • das Auto vollständig bezahlt ist und
  • du das Risiko eines selbst verschuldeten Schadens bewusst selbst tragen möchtest.

Bei einem sehr alten Auto mit geringem Restwert kann irgendwann sogar geprüft werden, ob überhaupt noch eine Teilkasko sinnvoll ist.

Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht bleibt natürlich notwendig.

Hirschzauber-Tipp: Einmal jährlich drei Zahlen vergleichen

Prüfe vor der nächsten Versicherungsverlängerung:

  1. aktuellen Wert deines Autos
  2. Jahresbeitrag mit Vollkasko
  3. Jahresbeitrag mit Teilkasko

Liegt zwischen beiden Tarifen beispielsweise nur ein kleiner Betrag, kann die Vollkasko weiterhin attraktiv sein.

Beträgt der Unterschied dagegen mehrere Hundert Euro jährlich und dein Auto ist nur noch wenige Tausend Euro wert, spricht immer mehr für einen Wechsel.

Fazit: Der Fahrzeugwert entscheidet mehr als das Alter

Es gibt keinen festen Zeitpunkt, zu dem eine Vollkasko plötzlich unnötig wird. Als grobe Orientierung gilt: Je älter und weniger wertvoll dein Auto wird, desto genauer solltest du den Mehrpreis der Vollkasko hinterfragen.

Bei neuen, hochwertigen, finanzierten oder geleasten Autos ist Vollkasko häufig sinnvoll. Bei älteren Fahrzeugen kann Teilkasko die wirtschaftlichere Lösung sein.

Die wichtigste Frage lautet dabei: Wäre der Verlust deines Autos finanziell verkraftbar?

Wenn ja und die Vollkasko im Vergleich deutlich teurer ist, kann der Wechsel zur Teilkasko eine einfache Möglichkeit sein, jedes Jahr Geld zu sparen.

Vergleiche verschiedene Tarife und prüfe die Preisunterschiede in der Voll- und Teilkaskoversicherung für dein Fahrzeug.

Hinweis: Dieser Text wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und von der Redaktion geprüft.

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