von Redaktion

Strom

Wer Wasser für Tee, Kaffee, Nudeln oder Kartoffeln erhitzen möchte, greift meist entweder zum Wasserkocher oder stellt einen Topf auf den Herd. Doch welche Methode verbraucht weniger Strom und ist günstiger?

Die Antwort ist eindeutig: In den meisten Fällen ist der Wasserkocher die effizientere Wahl.

Warum ist der Wasserkocher meist sparsamer?

Ein Wasserkocher wandelt elektrische Energie sehr direkt in Wärme um. Die Heizspirale befindet sich unmittelbar im Wasser, sodass nur wenig Energie verloren geht.

Beim Herd hingegen entstehen zusätzliche Verluste:

  • Der Topf muss zuerst erhitzt werden.
  • Ein Teil der Wärme geht an die Umgebung verloren.
  • Besonders bei älteren Kochplatten wird nicht die gesamte Energie an den Topf übertragen.

Deshalb benötigt der Herd in der Regel mehr Strom für die gleiche Menge heißes Wasser.

Beispiel: 1 Liter Wasser zum Kochen bringen

Um 1 Liter Wasser von 15 °C auf 100 °C zu erhitzen, werden theoretisch rund 0,1 kWh Energie benötigt.

Wasserkocher

Verbrauch: ca. 0,11–0,12 kWh
Kosten bei 35 Cent/kWh:
etwa 4 Cent

Elektroherd (Ceran)

Verbrauch: ca. 0,14–0,18 kWh
Kosten bei 35 Cent/kWh:
etwa 5–6 Cent

Der Unterschied pro Kochvorgang ist gering, summiert sich aber über das Jahr.

Beispiel für einen Vier-Personen-Haushalt

Angenommen, täglich werden insgesamt 3 Liter Wasser erhitzt:

Wasserkocher

ca. 120 kWh pro Jahr
Kosten: rund 42 €

Herd

ca. 160 kWh pro Jahr
Kosten: rund 56 €

Ersparnis: etwa 14 € pro Jahr

Was ist beim Kochen von Nudeln oder Kartoffeln sinnvoll?

Hier lohnt sich eine clevere Kombination:

  1. Wasser zunächst im Wasserkocher erhitzen.
  2. Anschließend in den Topf geben.
  3. Auf dem Herd weiterkochen.

Dadurch verkürzt sich die Kochzeit deutlich und der Herd verbraucht weniger Energie. Besonders bei großen Mengen Wasser kann das spürbar Strom sparen.

Spielt die Herdart eine Rolle?

Ja.

  • Induktionsherd
    sehr effizient
    deutlich geringere Verluste
    fast auf dem Niveau eines Wasserkochers

  • Cerankochfeld
    mittlere Effizienz
    höhere Wärmeverluste

  • Klassische Elektrokochplatte
    am wenigsten effizient
    längere Aufheizzeiten

Wer einen modernen Induktionsherd besitzt, spart bereits deutlich gegenüber älteren Herdsystemen.

Die häufigsten Fehler beim Wasserkocher

Viele Haushalte verschwenden Energie, obwohl sie einen Wasserkocher nutzen.

Typische Fehler:

  • mehr Wasser erhitzen als benötigt
  • Wasser mehrfach aufkochen
  • Kalkablagerungen ignorieren

Besonders das Erhitzen von unnötig großen Wassermengen kostet jedes Jahr überraschend viel Geld.

Was kostet „zu viel Wasser kochen“?

Beispiel: Du benötigst eine Tasse Tee (250 ml), kochst aber jedes Mal 1 Liter Wasser.

Tatsächlicher Bedarf: 0,25 Liter
Gekochte Menge: 1 Liter

75 % der eingesetzten Energie werden unnötig verbraucht.

Bei mehreren Anwendungen täglich können so schnell 5–15 € pro Jahr verschwendet werden.

✅ Spartipps für heißes Wasser

  • Nur die benötigte Wassermenge erhitzen
  • Wasser für Nudeln zuerst im Wasserkocher aufkochen
  • Wasserkocher regelmäßig entkalken
  • Bei Neuanschaffung auf energiesparende Geräte achten
  • Induktionsherde bevorzugen, wenn ohnehin eine neue Küche geplant ist

 

Fazit

Für das reine Erhitzen von Wasser ist der Wasserkocher fast immer die günstigere und effizientere Lösung. Er benötigt weniger Energie, arbeitet schneller und verursacht geringere Stromkosten.

Besonders sinnvoll ist der Wasserkocher für:

  • Tee
  • Kaffee
  • Instantgerichte
  • das Vorheizen von Kochwasser für Nudeln oder Kartoffeln

Der finanzielle Unterschied pro Nutzung ist zwar klein, über viele Jahre und tausende Kochvorgänge hinweg summiert sich die Ersparnis jedoch deutlich. Wer konsequent den Wasserkocher nutzt und nur die benötigte Wassermenge erhitzt, spart Strom, Zeit und Geld.

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