von Redaktion

Versicherungen

Welche Policen wirklich wichtig sind

Mit dem ersten eigenen Einkommen, der ersten Wohnung oder dem Start ins Studium stellt sich schnell die Frage: Welche Versicherungen brauche ich eigentlich wirklich? Die gute Nachricht: Junge Erwachsene müssen sich nicht sofort mit einem ganzen Stapel Policen eindecken. Wichtiger ist, die wenigen wirklich sinnvollen Versicherungen zu kennen – und teure Fehlabschlüsse zu vermeiden.

Diese Versicherungen sind für junge Erwachsene besonders wichtig

1. Private Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung ist für junge Erwachsene meist die wichtigste Police überhaupt. Sie springt ein, wenn du anderen einen Schaden zufügst – zum Beispiel, wenn du mit dem Fahrrad ein geparktes Auto beschädigst oder in der Mietwohnung einen Wasserschaden verursachst. Schon kleine Missgeschicke können teuer werden, größere Personenschäden sogar existenzbedrohend. Eine gute Haftpflicht gibt es oft schon für wenige Euro im Monat.

Wichtig: Viele junge Erwachsene sind während der ersten Ausbildung oder des ersten Studiums noch über die Eltern mitversichert. Wer bereits arbeitet, verheiratet ist oder nicht mehr unter die Familienregelung fällt, braucht aber in der Regel eine eigene Police.

2. Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer jung und gesund ist, bekommt eine Berufsunfähigkeitsversicherung oft günstiger als später. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben kannst. Gerade junge Menschen unterschätzen dieses Risiko häufig, weil sie eher an Krankheit oder Unfall im Alter denken. Tatsächlich können aber auch psychische Erkrankungen, Rückenprobleme oder chronische Leiden dazu führen, dass das Einkommen wegfällt.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist vor allem dann interessant, wenn du langfristig auf dein Arbeitseinkommen angewiesen bist und keine großen finanziellen Rücklagen hast.

3. Krankenversicherung

In Deutschland ist die Krankenversicherung Pflicht. Junge Erwachsene bleiben häufig bis zum 25. Lebensjahr familienversichert, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Danach ist in der Regel eine eigene Absicherung notwendig – etwa als Student in der studentischen Krankenversicherung oder als Arbeitnehmer über die gesetzliche Krankenkasse.

Wichtig ist hier weniger die Frage, ob du versichert sein solltest, sondern wie du versichert bist und wann die Familienversicherung endet.

Welche Versicherungen können sinnvoll sein?

Hausratversicherung

Eine Hausratversicherung ist kein Muss, kann aber sinnvoll sein, wenn du bereits eine eigene Wohnung mit wertvoller Einrichtung hast. Für die erste kleine Studentenwohnung lohnt sie sich oft nur eingeschränkt. Wer jedoch teure Technik, Möbel oder ein hochwertiges Fahrrad besitzt, sollte prüfen, ob sich der Schutz rechnet.

Rechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung kann hilfreich sein, wenn du häufiger rechtliche Konflikte erwartest – etwa im Mietrecht, Arbeitsrecht oder Straßenverkehr. Für viele junge Erwachsene ist sie aber eher optional. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf Preis und Leistungsumfang.

Auslandskrankenversicherung

Wer gerne reist, Work-and-Travel plant oder längere Zeit im Ausland verbringt, sollte eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Sie kostet meist wenig, kann im Ernstfall aber sehr hohe Behandlungskosten abfedern.

Welche Versicherungen sind oft verzichtbar?

Gerade junge Erwachsene werden häufig mit Versicherungen konfrontiert, die nicht immer nötig sind. Dazu zählen je nach Lebenssituation zum Beispiel:

  • Handyversicherung
  • Brillenversicherung
  • Geräteversicherungen
  • Garantieverlängerungen

Unfallversicherung, wenn bereits eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung besteht und keine besonderen Risiken vorliegen

Solche Policen wirken auf den ersten Blick günstig, bringen aber oft nur begrenzten Nutzen.

Worauf du beim Abschluss achten solltest

Nicht jede günstige Versicherung ist automatisch gut. Achte deshalb auf einige Grundregeln:

  • nur absichern, was dich finanziell wirklich treffen würde
  • keine Doppelversicherungen abschließen
  • bestehende Mitversicherung über die Eltern prüfen
  • auf ausreichend hohe Deckungssummen achten
  • Tarife regelmäßig vergleichen
Fazit

Die Zweitwohnsitzsteuer ist vermeidbar, wenn dein tatsächlicher Lebensmittelpunkt am Ort der Nebenwohnung liegt und du dich dort korrekt mit Hauptwohnsitz anmeldest. Besonders Studierende, Pendler und Menschen mit teurer Zweitwohnung sollten genau rechnen.

Die wichtigste Regel lautet: Nicht automatisch den Zweitwohnsitz anmelden – erst prüfen, was finanziell sinnvoll und rechtlich korrekt ist.

Wer Satzung, Steuerhöhe, Ummeldung und mögliche Prämien prüft, kann schnell mehrere hundert Euro pro Jahr sparen.

Günstige Tarife für Haftpflichtversicherungen online vergleichen und abschließen.

Online Tarife für BU-Versicherungen vergleichen und Angebote einholen.

Günstige Hausratsversicherungen für deine erste Wohnung abschließen.

Leistungen und Kosten für eine Rechtsschutzversicherung vergleichen.

Zurück