von Redaktion
Strom
Wenn von der Energiewende in Deutschland die Rede ist, dann zumeist im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien und Stromtrassen. Doch Umdenken sollte bereits im privaten Haushalt beginnen. Um künftig auf konventionelle Energieträger verzichten zu können, ist es notwendig, den Energieverbrauch dauerhaft zu reduzieren. Das Einsparpotenzial ist groß: Pro Einwohner werden in Deutschland rund 10 Tonnen CO2 jährlich ausgestoßen; zum Erreichen der Klimaschutzziele wären lediglich 3 Tonnen akzeptabel. Doch auch die kommerziellen Interessen jedes Einzelnen mahnen zum sorgsamen Umgang, denn Energie wird immer teurer.
Achtsamkeit und Nachhaltigkeit: Tipps zum Energiesparen
Einige Tipps zum Energiesparen sollten bereits bekannt sein, dennoch geraten sie des Öfteren in Vergessenheit. Anstatt das Fenster über Stunden zu kippen und möglicherweise parallel noch zu heizen, sollte in regelmäßigen Abständen stoßgelüftet werden. Wer tagsüber nicht zu Hause ist, sollte zudem nicht alle Heizkörper herunterdrehen: Das spätere Wiederaufheizen ist energieintensiver, weil die Wände auszukühlen beginnen. Um Strom zu sparen, sollten alte Kühlgeräte ersetzt werden, beim Neukauf gibt das EU-Ökolabel Auskunft über die Energieeffizienz. Seit einigen Jahren werden beispielsweise auch Fernseher nach dem Energieverbrauch bewertet. Nicht selten lohnt der Kauf eines etwas teureren, aber dafür sparsameren TV-Geräts.
Aufrüsten und Sanieren: Investitionen ins eigene Heim
Je nach vorhandenen Standards lohnt auch die Investition in die eigenen vier Wände: Viel Heizungswärme geht beispielsweise verloren, wenn der Heizkörper zur Außenwand nicht isoliert ist. Hier kann eine mit Aluminium beschichtete Styroporschicht Abhilfe schaffen. Der Investitionsaufwand ist gering, der Einspareffekt mit 10 bis 30 Prozent Wärmeenergie hingegen groß. Ansonsten geht die Wärme typischerweise durch Fenster verloren: Ältere Fensterrahmen aus Aluminium sollten ersetzt werden, weil das Metall eine schlechte Isolationswirkung besitzt und einen Wärmeübergang begünstigt. Bei Holz- oder Kunststofffenstern sollten nach einiger Zeit plattgedrückte und abgenutzte Dichtungen getauscht werden. Sofern noch mit Einfachverglasung ausgestattet, lohnt auch der Einbau von Fenstern mit Doppel- oder Dreifachverglasung. Bei Um- und Neubaumaßnahmen empfiehlt sich zudem die Investition in hochwertige Dach- und Fassadendämmung wie Holzfaser, um zusätzlichen Wärmeverlusten vorzubeugen.
Intelligente Steuerung: Einsparchancen durch Hausautomation
Weil aktuelle Sanierungen oder Neubauten den potenziellen Einsparbedarf bereits auf ein Minimum reduzieren, wird künftig vor allem das Nutzerverhalten über den Energieverbrauch entscheiden. Weiter an Bedeutung gewinnen wird die Hausautomation: Damit ist es möglich, sogar von unterwegs per Smartphone-App den Energieverbrauch einzusehen und zu steuern. Vielen Nutzern ist derzeit noch gar nicht klar, welche Geräte wie viel Energie verbrauchen. Bereits 57 Prozent aller Deutschen finden die Integration moderner Hausautomation beim Neubau wichtig. Durch Hausautomation lässt sich beispielsweise die Heizung herunterfahren, wenn in einem Raum ein Fenster geöffnet wird. Durch die Wetterprognose kann die Gartenbewässerung automatisiert werden, wodurch eine Vergeudung von Wasser vermieden wird. Vor allem aber bleiben keine elektronischen Geräte unbemerkt in Betrieb; Stromverschwendung wird so vermieden. Innovativ ist auch der Ansatz, den US-Forscher derzeit mit dem Konzept der Smart-Windows verfolgen: Dabei ist nicht nur eine automatische Abdunkelung der Fenster bei Sonneneinstrahlung möglich, sogar die Wärme kann auf Wunsch ausgesperrt oder genutzt werden. So lässt sich im Sommer der Betrieb einer Klimaanlage reduzieren. Der Lichteinfall ermöglicht aber weiterhin eine Nutzung der Helligkeit - und die Sonnenenergie steht bekanntermaßen kostenlos zur Verfügung.
Wenn es darum geht die reinen Stromkosten zu reduzieren, kann ein Wechsel des Anbieters helfen. Hierfür kannst du unseren Stromvergleichsrechner nutzen.