von Redaktion

Kredit

Mehrere kleine Kredite, Ratenkäufe oder Finanzierungen können schnell unübersichtlich werden. Jeden Monat gehen verschiedene Beträge ab – oft zu unterschiedlichen Zinssätzen.

Eine mögliche Lösung ist eine Umschuldung: Du fasst mehrere bestehende Kredite zu einem neuen Kredit zusammen. Das kann Zinsen sparen und deine monatlichen Finanzen übersichtlicher machen.

Wann lohnt sich das Zusammenfassen?

Eine Umschuldung kann sinnvoll sein, wenn dein neuer Kredit deutlich günstiger verzinst ist als deine bisherigen Verbindlichkeiten.

Entscheidend ist dabei nicht nur die monatliche Rate, sondern vor allem der effektive Jahreszins und die Gesamtkosten. Auch die Verbraucherzentrale warnt davor, sich von einer niedrigen Monatsrate blenden zu lassen. Diese kann schlicht dadurch entstehen, dass die Laufzeit verlängert wird – und der Kredit am Ende sogar teurer wird.

Besonders interessant kann eine Umschuldung sein, wenn du beispielsweise mehrere teure Ratenkredite oder einen dauerhaft genutzten Dispokredit ablösen möchtest.

Beispiel: 2.000 Euro Zinsen sparen

Angenommen, du hast noch drei Kredite mit insgesamt: 15.000 Euro Restschuld

Im Durchschnitt zahlst du darauf 9 Prozent Zinsen. Ein neuer Umschuldungskredit ist dagegen zu 5 Prozent erhältlich.

Bei vergleichbarer Laufzeit kann der niedrigere Zinssatz deine Zinskosten deutlich reduzieren.

Wichtig: Vergleiche immer die noch ausstehenden Gesamtkosten der alten Kredite mit den gesamten Kosten des neuen Kredits – inklusive möglicher Gebühren für die Ablösung.

Darfst du alte Kredite einfach vorzeitig ablösen?

Bei normalen Verbraucherkrediten kannst du dein Darlehen grundsätzlich vorzeitig ganz oder teilweise zurückzahlen. Bei einem Kredit mit festem Sollzins darf die Bank dafür allerdings unter bestimmten Voraussetzungen eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Diese ist bei allgemeinen Verbraucherdarlehen gesetzlich begrenzt.

Sie darf höchstens betragen:

  • 1 Prozent des vorzeitig zurückgezahlten Betrags

oder

  • 0,5 Prozent, wenn bis zur ursprünglich vereinbarten Rückzahlung höchstens noch ein Jahr verbleibt.

Schau deshalb vor der Umschuldung in deine bestehenden Kreditverträge.

Beispiel für die Vorfälligkeitsentschädigung

Du möchtest einen alten Ratenkredit mit 5.000 Euro Restschuld vorzeitig ablösen.

Läuft der Kredit noch länger als ein Jahr, könnte die maximale Vorfälligkeitsentschädigung grundsätzlich:

5.000 Euro × 1 % = 50 Euro

betragen.

Spart dir der neue Kredit dagegen mehrere Hundert Euro Zinsen, kann sich die Umschuldung trotzdem klar lohnen.

Vorsicht bei Restschuldversicherungen

Beim neuen Kredit solltest du auf zusätzliche Produkte achten. Gerade eine neu abgeschlossene Restschuldversicherung kann die Umschuldung erheblich verteuern. Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Umschuldung durch solche Zusatzkosten schnell unwirtschaftlich werden kann.

Ein niedriger Kreditzins hilft wenig, wenn gleichzeitig hohe Zusatzkosten entstehen.

Nicht nur auf die Monatsrate schauen

Eine Umschuldung wird häufig mit einer geringeren monatlichen Belastung beworben.

Beispielsweise sinkt deine Rate von: 450 Euro auf 300 Euro im Monat.

Das klingt zunächst gut. Läuft der neue Kredit dafür jedoch wesentlich länger, kannst du insgesamt mehr bezahlen.

Vergleiche deshalb immer:

  • effektiven Jahreszins
  • Restschuld deiner bisherigen Kredite
  • noch ausstehende Zinsen und Raten
  • Gesamtkosten des neuen Kredits
  • Laufzeit
  • mögliche Vorfälligkeitsentschädigung
  • zusätzliche Versicherungen und Kosten

Hirschzauber-Tipp: Erst alle Kredite aufschreiben

Bevor du einen neuen Kredit abschließt, erstelle eine einfache Übersicht.

Notiere für jeden Kredit: Restschuld – Zinssatz – Monatsrate – verbleibende Laufzeit

Fordere anschließend bei Bedarf die aktuellen Ablösebeträge deiner Banken an.

Erst wenn die Gesamtkosten des neuen Kredits inklusive aller Nebenkosten niedriger sind, sparst du durch die Umschuldung tatsächlich Geld.

Vergleiche aktuelle Kreditangebote, um deine Umschuldung durchzuführen und beherzige die Tipps dieses Beitrages.

Fazit: Ein Kredit statt vieler kann sich lohnen

Mehrere kleine Kredite zusammenzufassen kann zwei Vorteile haben: Du hast nur noch eine monatliche Rate und kannst möglicherweise Zinsen sparen.

Automatisch günstiger ist eine Umschuldung allerdings nicht. Eine niedrigere Monatsrate allein reicht als Argument nicht aus. Entscheidend ist, was du bis zur vollständigen Rückzahlung insgesamt bezahlen musst.

Die einfache Sparregel lautet deshalb: Nicht Raten vergleichen, sondern Gesamtkosten.

Ist der neue Kredit trotz möglicher Ablösekosten deutlich günstiger, kann das Zusammenfassen deiner Kredite eine sinnvolle Möglichkeit sein, langfristig Geld zu sparen.

Hinweis: Dieser Text wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und von der Redaktion geprüft.

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